Themen Spezial
Ägypten
Eine neue poltische Generation tritt auf die Bühne
BASSANT HELMI -- Ägypten sucht ein neues Modell der Modernisierung. Es kann die Stunde der demokratischen Zivilgesellschaft und der sozialen Marktwirtschaft sein.
Der 25. Januar 2011 bezeichnet eine Zäsur in der Geschichte Ägyptens, die folgenreiche Auswirkungen auf den gesamten Nahen Osten haben kann. An diesem Tag hat eine junge Gesellschaft begonnen, ein altes Regime abzuschütteln. Denn Ägypten ist ein Land der Jugend. Rund 60 Prozent der 85 Millionen Einwohner sind jünger als 30 Jahre. Die Bevölkerung wächst jedes Jahr um 1,9 Prozent. Nahost-Experten haben immer wieder davor gewarnt, dass die Masse dieser Jungen – enttäuscht, perspektivlos und wütend – dem religiösen Extremismus in die Hände fällt. Sie haben sich ebenso geirrt wie die Muslimbrüder, die eben darauf gehofft haben. Die jungen Demonstranten – und die Demonstrantinnen – haben alle überrascht. Mit Fundamentalismus haben sie nichts am Hut. Sie haben das alte autoritäre Regime nicht bekämpft, um eine neue Diktatur radikaler Prediger in den Sattel zu heben. Stattdessen wollen sie die Bevormundung abschütteln, egal aus welcher ideologischen Ecke diese kommt. Viele fühlen religiös, aber auf die Straße gegangen sind sie für ihre Würde als freie und moderne Menschen, für ein Leben ohne die allgegenwärtige Korruption, die so entwürdigend ist. Sie haben mit Mut und Witz und Einfallsreichtum protestiert. Die Forderung nach dem Abtritt von Präsident Hosni Mubarak, den die Demokratiebewegung am 11. Februar erzwang, hat sie alle vereint. Ich habe in diesen 18 Tagen der Revolution von 30-Jährigen den Satz gehört: „Zum ersten Mal in meinem Leben bin ich stolz, Ägypter zu sein.“ Es ist der Stolz, den gekauften Prügelhorden des Regimes nicht gewichen zu sein, der Stolz, aufrecht zu gehen und den Aufbruch selbst geschafft zu haben. Hier betritt eine neue politische Generation die Bühne.
First International Businesswomen Forum
Vom 24. bis zum 27.11.2010 trafen sich gut hundert Vertreterinnen von Unternehmerinnenverbänden aus 24 Ländern zum „First International Businesswomen Forum“ im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin. Networking, Erfahrungsaustausch und Know-how-Transfer standen im Fokus der Konferenz, die vom Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU) mit Unterstützung von Global Project Partners e.V. (GPP) durchgeführt wurde. Die Veranstaltung wurde im Rahmen des Kammer- und Verbandspartnerschaftsprogramms des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) über die sequa gGmbH sowie mit Beteiligung der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) gefördert. Die Idee zu der Tagung entstand aus einem Partnerschaftsprojekt, das der VdU seit 2005 mit drei ägyptischen Verbänden durchführt und dessen Steuerung in der Hand von Global Project Partners liegt. Die Ergebnisse aus dieser Zusammenarbeit führten zu der Idee, den Erfahrungsaustausch zu erweitern. Mit einer Auswahl von Themen, die weltweit Unternehmerinnen betreffen, wurde der „First Businesswomen Day“ veranstaltet. Der nachfolgende Bericht informiert über Themen und Akteure der Tagung.
Abschlussbericht
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